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OISI STADT, OISI QUARTIER – Demo gegen Aufwertung und Verdrängung

13
Nov

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Nächsten Samstag, 14.oo Röntgenplatz
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Wir gehen auf die Strasse, weil wir die verschiedenen Gesichter der Stadtaufwertung in Zürich demaskieren und anprangern wollen.

Student*innen nehmen in der Stadtentwicklung eine zweigeteilte Rolle ein.
Zum einen sind sie, wie viele andere auch, betroffen von prekären Wohnverhältnissen. In Zürich ist es aufgrund der Aufwertung, gegen die wir auf die Strasse gehen, extrem schwierig, günstigen Wohnraum zu finden. Dazu kommt, dass viele Student*innen arbeiten müssen, um sich ihr Studium überhaupt finanzieren zu können, und noch mehr arbeiten müssen, um sich eigenen Wohnraum leisten zu können, auch wenn dies nur ein Zimmer in einer WG ist. Zum Materiellen hinzu kommt, dass „günstiger“ Wohnraum für Student*innen und Leute in Ausbildung häufig befristet ist, was zu regelmässigem Wohnungssuche- und Umzugsstress führt. Eine interessante Entwicklung im Bereich des befristeten Wohnraums (für Student*innen) sind Zwischennutzungsfirmen wie Intermezzo oder Interim. Diese bieten „clevere Übergangslösungen für leer stehende Immobilien“ an. Die Funktionsweise dieser Tätigkeit ist ein kluger Schachzug der Besitzenden: HauseigentümerInnen (sowohl Private als auch Firmen) lassen ihre bewohnbaren Gebäude leerstehen, weil sie entweder keine Verwendung dafür haben oder umbauen/neubauen möchten, die Bewilligung dafür jedoch (noch) nicht vorliegt. In den 80er Jahren wurde erkämpft, dass besetzte leerstehende Häuser, welche von den EigentümerInnen nicht benutzt werden, von der Polizei nicht geräumt werden dürfen. Obwohl diese erkämpfte Praxis in den letzten Jahren immer weniger eingehalten wird, „schützen“ sich EigentümerInnen vor Besetzungen ihrer leeren Gebäude durch derartige Zwischennutzungsverträge. Dass die Miete für das zwischengenutzte Haus dabei viel höher ist als der Betrag, welcher die HausbesitzerInnen von der Zwischennutzungsfirma erhalten, ist selbstredend.

Ganz nach dem Motto: „Wer das Wort Gentrifizierung kennt ist schon Teil des Problems“ können Student*innen zum andern auch die Rolle von Aufwerter*innen einnehmen, oft auch unbeabsichtigerweise. Aufwertung und Verdrängung sind Teilelemente der Gentrifizierung, welche zusammenfassend als „Aufwertung von Wohnraum und den sukzessiven Austausch einer statusniedrigen Bevölkerung durch eine statushöhere Bevölkerung in einem Wohngebiet“ definiert werden kann. In Stadtentwicklungstheorien wird das Phänomen Gentrifizierung in mehrere aufeinanderfolgende Phasen unterschieden.
In einer ersten Phase sind die Mieten im betroffenen Quartier niedrig und die Häuser heruntergekommen. Es ziehen sogenannte Pionier*innen ins Quartier: Pionier*innen haben tiefe Einkommen und suchen die Nähe zu Infastruktur wie kulturellen Einrichtungen, Restaurants, Bars und Clubs. Sie suchen die bunte Mischung und sind risikobereit. Zu diesen Pionier*innen gehören Student*innen ebenso wie z.B. Künstler*innen. Eine Verdrängung findet in dieser ersten Phase noch nicht statt.
In einer zweiten Phase ziehen weitere Pionier*innen und neu auch Gentrifiers, bzw. Yuppies zu. Yuppies verfügen über höhere Einkommen und sind risiko-scheu. Auf Nachfrage der Yuppies entstehen neue Geschäfte und Dienstleistungen und das Quartier wird zum „hippen Geheimtip“. So wollen immer mehr Leute ins aufstrebende Quartier ziehen und Spekulant*innen, Investor*innen und Banken wittern ein Geschäft im Quartier. Das Quartier bietet sich nun als Investitionsobjekt an um Kapitalgewinn zu generieren.
In einer weiteren Phase steigen die Mieten und Bodenpreise noch mehr und Modernisierungen durch Neubauten und Sanierungen werden vorangetrieben. Die neuen Geschäfte werden zusehends edler und teurer. Die ersten alteingesessenen Bewohner*innen und auch Pionier*innen sind dazu gezwungen, das Quartier zu verlassen, weil sie die Mieten nicht mehr bezahlen können.
Zuguterletzt hat sich der Wandel vom heruntergekommen Quartier mit Niedrigverdienenden in ein „attraktives“ Wohngebiet sehr Gutverdienenden vollständig vollzogen. Die Gebäude werden von InvestorInnen aufgekauft und in Eigentumswohnungen umgewandelt, welche als sichere Kapitalanlage gelten. Alteingesessene und Pionier*innen sind praktisch vollständig verdrängt worden und auch die ersten Yuppies sind von Verdrängung betroffen, weil sie sich ihre zu Eigentumswohnungen umgewandelten Mietwohnungen ebenfalls nicht mehr leisten können.
Der Rolle, welche wir als Student*innen in Aufwertungsprozessen einnehmen, müssen wir uns bewusst sein. Dennoch können wir die „Schuld“ für Aufwertung und Verdrängung keinesewegs bei einzelnen suchen und Verdrängung kann auch nicht von uns als Einzelne abgewendet werden. Diese Mechanismen sind dem kapitalistischen System inhärent. Umso wichtiger ist es, uns zusammenzuraffen, unsere Rollen kritisch zu reflektieren versuchen, uns zu organisieren, einen kollektiven Umgang mit derartigen problematischen Entwicklungen zu finden und uns dem Widerstand gegen Aufwertung und Verdrängung in der uns möglichen Form anzuschliessen.

OISI STADT, OISI QUARTIER, KAMPF EM KAPITAL!

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Positionspapier zur Studienzeitbeschränkung

07
Apr

Positionspapier Studienzeitbeschränkung

Zum weiterlesen aufs Bild klicken

Flyer zum diesjährigen Women’s March in Zürich

18
Mrz

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„Äh…war das eben gerade sexistisch oder nicht?!“ Der Flyer der kriPo Frauen* zur diesjährigen 8. März Frauen*demo!

09
Mrz

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Positionspapier der kriPo „Schnuppersemester für Flüchtlinge“

27
Feb

Wir fordern eine kostenlose Bildung, welche kritisch, selbstbestimmt, emanzipatorisch und frei von Kapitalinteressen ist!

Für die globale Bewegungsfreiheit und das Bildungsrecht für alle!

Positionspapier Schnuppersemester

 

Positionspapier der kriPo zur Motion „Angleichung der Studiengebühren an die Realität“

27
Feb

Gäge eh Uni, nur für die Riiche, Studiegebühre ganz wegstriiche!

Für eine kostenlose Bildung, welche kritisch, selbstbestimmt, emanzipatorisch und frei von Kapitalinteressen ist!

Positionspapier der kriPo

 

Texte aus Workshops

27
Feb

Im Rahmen zweier grösseren politischen Veranstaltungen diesen Winter hielten mehrere Mitglieder der kriPo Referate. Zum Einen teilten wir unsere Erfahrungen des Widerstands gegen Sparpolitik und Sozialabbau in einem Workshop am Anderen Davos Mitte Januar. Zum Andere diskutierten wir über die Demokratie und Universität am Kongress Reclaim Democracy.

Input Reclaim Democracy

Input Das Andere Davos

 

 

Das andere Davos

09
Jan

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Diesen Samstag 14. Januar findet ab 10:15 Uhr im Volkshaus Zürich das andere Davos statt. Ein alternatives Forum um eine Gegenöffentlichkeit zum WEF zu schaffen. Es gibt viele spannende Workshops und Vorträge, am Abend dann noch VoKü und eine Soliparty im Provitreff. Es wird auch ein Workshop mit dem Titel „Sparpakete – Sozialabbau – Widerstand. Erfahrungen aus der Schweiz“ (im Zimmer 24) geben. Dort sind unter anderem Aktivist*innen der kriPo und des Netzwerk Schluss mit Kürzen daran beteiligt. Es werden Erfahrungen über einzelnen Kämpfe gegen Sparmaßnahmen und deren Verknüpfungen ausgetauscht, sowie Perspektiven diskutiert. Kommt zahlreich!

Genaues Programm unter: sozialismus.ch

Anmeldung Winterlager 2017, 12. – 18. Februar

06
Dez

Anmeldung Winterlager 2017, So. 12. – Sa. 18. Februar

‚Nur‘ 25 Betten vorhanden.

Sexuelle Belästigung Unterdrückt auch bei der Ausbildung

29
Nov

Unbedingt unterstützen unter www.ausbildung-ohne-belaestigung.ch

www.ausbildung-ohne-belaestigung.ch