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Wiedereinführung einer verfassten Studierendenschaft

Bern, Basel, Lausanne, Fribourg, Neuenburg  u.v.m.: Alle diese  Universitäten haben, was wir in Zürich lange nicht mehr hatten: eine verfasste  Studierendenschaft! Verfasst? Das heisst, dass sie im Universitätsgesetz  festgeschrieben ist.
Seit 2012 besteht auch an der Universität Zürich endlich wieder eine verfasste Studierendenschaft – der VSUZH. Seit mehr als 30 Jahren kämpften die Studierenden für deren Wiedereinführung.
Im Jahre 1978 wurde die damalige Körperschaft der Universität Zürich (SUZ) im Zuge der Studierendenunruhen vom Kantonsrat aufgelöst. Von der Gründung 1919 bis 1969 waren alle mit der bürgerlich geprägten SUZ zufrieden. 1971 organisierte dann die erstmals dominante linke die „Antikapitalistische und antifaschischte Aktionswoche“. Fahnen mit Marx und Engels wurden im Lichthof aufgehängt. Einige bürgerliche Studierenden wollten aus der SUZ austreten, aufgrund der Zwangsmitgliedschaft war ihnen der Austritt jedoch verwehrt.
Problematischer als das Begehren der bürgerlichen Studenten war der ins Amt gekommene Bildungsdirektor Alfred Gilgen. Als die SUZ 1975 ein Telegramm mit „solidarischen Grüssen“ an die revolutionären Studierenden in Nordvietnam schickten, war für Gilgen die Sache klar – die SUZ muss weg! Er erklärte den Studierendenverband für illegal und die SUZ wurde aufgelöst.
Die Studierendenvertretungen in den universitären Gremien stand von nun an auf rechtlich wackeligen Beinen und unterlag dem Wohlwollen der Universität Zürich.
2005 wurde dann der StuRa (Studierendenrat), ohne Rechtspersönlichkeit, gegründet. Er sollte die offizielle Vertretung der Studierenden übernehmen, durfte aber keine Verträge abschliessen. Verschiedene Vorstösse im Kantonsrat für eine verfasste Körperschaft der Studierenden wurden allesamt abgelehnt. Erst 2011 – mit einem Austrittsrecht ausgestattet und einem Mandat nur für Bildungspolitik – wurde eine Körperschaft vom Kantonsrat abgesegnet. Doch nicht nur von Seiten der Kantonspolitiker_innen kam Gegenwind. Auch diverse – vor allem extern finanzierte – Fachvereine an der Universität selbst leisteten bis zur offiziellen Einführung des VSUZH (Verband der Studierenden der Universität Zürich) starken Widerstand.
Nun endlich, vom 12. bis 26. April 2013 fanden die ersten offiziellen Wahlen für den VSUZH-Rat statt.