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An der Universität Zürich UZH kommt es vermehrt zur Finanzierung von Lehrstühlen oder Forschungsprojekten durch private Drittmittel: Die kriPo sieht darin eine Gefahr für die Unabhängigkeit der Lehre und Forschung.

Drittmittel sind insbesondere dann problematisch, wenn sie aus privater Quelle stammen und für einen bestimmten Zweck gesprochen werden. Bei Geldern, die vom Schweizerischen Nationalfonds SNF gesprochen werden, handelt es sich auch um Drittmittel, welche zumeist aus Steuergeldern finanziert und so gleichmässig und nach Bedarf auf die verschiedenen Bereiche der UZH verteilt werden.

Bei privaten Drittmitteln hingegen, welche nicht selten von profitorientierten Akteur*innen stammen, besteht im Regelfall Bedingungen: Unternehmen erhalten privilegierten Zugang zur UZH, können diese als Werbefläche verwenden oder bestimmten direkt oder indirekt mit, woran an der UZH geforscht wird. Das hat auch Einfluss darauf, was an der UZH schliesslich gelehrt wird.

Wir möchten, dass die UZH ein Ort ist, wo frei von wirtschaftlichen Zwängen gelehrt und geforscht werden kann. Durch eine zunehmende Finanzierung der UZH durch Mittel aus privater Quelle, wo sich die öffentliche Hand zunehmend zurückzieht, wird dieser Grundsatz in Frage gestellt. Die UZH droht zu einem Ort zu werden, welche kurzfristigen Interessen dient und ihre gesellschaftliche und kritische Rolle für die Entwicklung unserer Gesellschaft nicht mehr wahrnimmt.

Nachfolgend zeigen wir auf, wie sich einerseits der Anteil privater Drittmittel an der UZH in den letzten Jahren entwickelt hat; andererseits bieten wir eine Linksammlung mit Dokumenten, welche das kürzliche Megasponsoring (von CHF 100 Millionen über fünf Jahre) der UBS an die UZH thematisieren.

Drittmittel aus Wirtschaft und von Privaten der Universität ZH (ohne EU- und Nationalfondsgelder)

[CHF] [%] Gesamtbudget
1998 25’584’172.00 4.29% 596’771’808.00
1999 26’854’786.00 4.63% 580’160’959.00
2000 31’900’288.00 5.36% 595’025’227.00
2001 37’161’147.00 5.73% 648’492’839.00
2002 39’184’700.00 5.56% 705’250’021.00
2003 46’408’020.00 6.17% 752’533’700.00
2004 59’814’143.00 6.41% 932’597’926.00
2005 63’718’121.00 6.67% 955’477’723.00
2006 43’601’931.00 5.47% 797’463’793.00
2007 68’211’875.00 8.28% 824’179’848.00
2008 82’691’557.00 7.64% 1’082’502’160.00
2009 87’278’019.00 7.51% 1’162’454’814.00
2010 81’169’000.00 6.89% 1’178’681’000.00
2011 89’285’000.00 7.24% 1’232’500’000.00
2012 90’400’000.00 6.35% 1’278’000’000.00
2013 92’800’000.00 XXX XXX

 

Quelle: Jahresberichte der Universität Zürich 

Weiterführende Links:

Lovestory UBS und UZH

Neutrale Berichte

UBS-Vertrag befürwortende Positionen